Balance Boards gibt es in vielen Formen: als runden Kreisel, als Wackelbrett oder als Board mit Rolle. Dazu kommen weitere instabile Untergründe wie Balance-Pads und Kissen. Was passt zu dir? Damit du nicht aus Versehen das falsche kaufst, erklären wir die Unterschiede und sagen, worauf es im Alltag ankommt.
Welche Arten von Balance Boards gibt es?
- Therapiekreisel und Balance Teller: eine runde Scheibe, die auf einer Halbkugel kippt. Günstig, klein und ein häufiger Einstieg, kippt aber immer in alle Richtungen.
- Wackelbrett (Wippe): ein Brett auf einer Halbrolle oder Kante. Es kippt in eine Richtung, ist kontrolliert und gut für den Einstieg.
- Balance-Pad und Balance-Kissen (instabile Untergründe): eine weiche, instabile Fläche. Sie sind praktisch für Einbeinstand und Reha, das Bewegungsgefühl unterscheidet sich aber von einem Board.
- Board mit Rolle oder Kugel: Du stehst auf einem Board, das über einer Rolle oder Kugel liegt. Die Bewegung ähnelt dem Surfen oder Skaten. Die Schwierigkeit stellst du über das Zubehör darunter ein.
Holz oder Kunststoff?
Holz ist robust, langlebig und fühlt sich direkt und griffig an. Es lässt sich nachhaltig herstellen, sieht auch als Möbelstück gut aus und reagiert direkter als weicheres Material. Kunststoff ist meist günstiger und leichter, was für den Transport oder das Training im Freien praktisch ist, und weniger empfindlich gegen Feuchtigkeit.
Das rollholz Balance Board ist aus Holz gefertigt, mit reinem Leinöl eingeölt und bis 150 kg Nutzergewicht ausgelegt. Das große Board misst 84 × 35 cm.
Rolle oder Kugel?
Die Wahl zwischen Rolle und Kugel bestimmt die Bewegungsrichtung:
- Rolle: Das Board rollt in eine Richtung hin und her. Die Minirolle sitzt im Schlitz des kleinen Boards fest und ist die ruhigste Variante, die rollholz Pro lässt das große Board frei rollen und fühlt sich dynamischer an. Du kannst die Minirolle auch unter das große Board legen: Es rollt dann ebenfalls hin und her, beim Kippen berührt es aber schnell den Boden, sodass du kaum vom Board fallen kannst. Ein guter Einstieg, bevor du die große Rolle darunterlegst.
- Zwei Kugeln: Einachsiges Kippen, ideal fürs Sprunggelenk und leichter als eine einzelne Kugel.
- Eine Kugel: Das Board kippt in alle Richtungen, der Effekt entspricht dem eines Therapiekreisels oder Balance Tellers. Sehr anspruchsvoll. Dafür eignen sich das kleine und das große Board, mit den 7-cm-Kugeln zum Draufstehen und mit den 10-cm-Kugeln für Rumpfübungen (mehr dazu in Rumpfstabilität trainieren mit dem Balance Board).
Die 7-cm-Kugeln kippen weniger und reichen für das Sprunggelenk. Die 10-cm-Kugeln sind höher, das Board hat mehr Bewegungsspielraum und kippt stärker, das ist schwieriger und fordert vor allem den Rumpf.
Warum eine Rolle aus Holz anders reagiert: Sie ist direkter und reaktionsfreudiger als eine weichere Rolle aus Kork oder Schaumstoff. Das macht das Training lebendiger und eignet sich gut für fortgeschrittene Bewegungen. Da Holz auf Holz liegt, lässt sich das Board auf der Rolle außerdem drehen: Du hast mehr Bewegungsspielraum und kannst zum Beispiel Ticks machen. Wer eine weichere Rolle sucht, findet Kork-Alternativen, das Fahrgefühl ist aber ein anderes.
Einzelboard oder Set?
| Balance Board einzeln | Balance Board Set Klein | Balance Board Set Groß | |
|---|---|---|---|
| Enthalten | 2 Boards (groß und klein), zusammensteckbar zum Sitz | Board plus rollholz Pro und 2 Kugeln Ø 7 cm | Board plus rollholz Pro, Minirolle und 4 Kugeln (Ø 7 und 10 cm) |
| Ideal für | Alle, die schon Rolle und Kugeln haben | Der Einstieg in Balance- und Faszientraining | Komplettes Training mit maximaler Vielfalt |
| Dabei | E-Book | Turnbeutel und E-Book | Turnbeutel und E-Book |
Wer ganz von vorn anfängt, ist mit einem Set einfacher unterwegs, denn du musst keine Einzelteile zusammensuchen. Die Sets im Überblick: Balance Board Set Klein und Balance Board Set Groß. Alle Varianten findest du im Sortiment der Balance Boards.
Worauf du sonst achten solltest
- Untergrund: Eine Matte, zum Beispiel eine Korkmatte, gibt Halt und schont Boden und Board.
- Platz: Plane rund um das Board ein bis zwei Meter frei.
- Sicherheit: Beginne in der Nähe von Wand oder Handlauf. Bei Vorerkrankungen sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Wie fange ich an?
Alle Übungen von leicht bis schwer beschreiben wir im Hauptartikel Balance Board Übungen: 15 Übungen von leicht bis schwer. Für das Training der Sprunggelenke lies Propriozeptives Training.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Balance Board und Therapiekreisel?
Der Therapiekreisel ist eine runde Scheibe, die in alle Richtungen kippt. Unser Balance Board kann mit einer Kugel darunter genau diesen Effekt haben, aber noch viel mehr: mit Rolle, Minirolle oder zwei Kugeln bietet es viele Variationen und Stufen.
Lohnt sich ein Holz-Balance-Board?
Wenn du langlebiges Material und ein direktes Bewegungsgefühl schätzt, ja. Für gelegentliches Ausprobieren oder den Transport kann Kunststoff praktischer sein.
Kann ich ein Balance Board auch als Sitz nutzen?
Ja, die beiden Boards lassen sich zusammenstecken und ergeben einen gemütlichen Liegestuhl.















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