Der Schmerz-Killer – Warum Faszien die wahre Ursache für Verspannungen sind

Der Schmerz-Killer – Warum Faszien die wahre Ursache für Verspannungen sind

Fast jeder von uns hatte schon einmal mit Nacken- oder Rückenschmerzen zu tun. Und fast jeder weiß auch, dass das etwas mit verspannter Muskulatur zu tun hat. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit.

Denn auch die Faszien können sich verspannen – und sie enthalten sehr viel mehr Rezeptoren für Schmerzen und deine Körperhaltung als die reine Muskulatur.

Der Teufelskreis aus langem Sitzen und Stehen

Wenn du stundenlang am Schreibtisch sitzt oder starr stehst, registrieren das die Rezeptoren in deinem Bindegewebe. Deine Faszie sendet daraufhin Schmerzsignale an dein Gehirn. Das Gehirn reagiert prompt, erhöht die Muskelspannung und versucht so, deine Haltung krampfhaft zu stabilisieren.

Änderst du deine Position über längere Zeit nicht, entsteht ein echter Teufelskreis: Die anhaltende Fehlbelastung endet in schmerzhaften, tief sitzenden Verspannungen – sowohl in den Faszien als auch in den darunterliegenden Muskeln.

Faszienschmerz vs. Muskelschmerz: Wo liegt der Unterschied?

Wie findest du heraus, was dir gerade wehtut? Es gibt ein klares Unterscheidungsmerkmal bei Bewegung:

  • Muskelschmerzen treten vor allem dann auf, wenn du den Muskel aktiv anspannst. Ist ein Muskel überlastet, entzündet oder verletzt, lässt sich dieses unangenehme Gefühl auch durch leichte Bewegung meist nicht verbessern.
  • Faszienschmerzen fühlen sich während einer ersten Bewegung zwar ebenfalls oft steif und unangenehm an. Doch das Spannende ist: Nach der Bewegung bist du spürbar beweglicher und der Schmerz lässt merklich nach.
Eine Frau massiert ihre Triggerpunkte im Nacken mit einer rollholz Faszienkugel aus Holz zur Linderung von Verspannungen

Gezielter Druck auf die Rezeptoren: Nackenverspannungen lösen mit der rollholz Faszienkugel.

Wie Faszientraining den Entspannungsschalter umlegt

Hier kommt die gute Nachricht: Durch gezieltes Faszientraining lässt sich die mechanische Spannung im Gewebe sofort verändern. Wenn du Druck auf das Gewebe ausübst – beispielsweise mit einer gezielten Massage durch eine Faszienkugel im Nackenbereich –, sendet das Bindegewebe wieder Entspannungssignale an dein Gehirn. Von dort aus wird der Befehl zur Lockerung direkt an deine Muskeln weitergegeben.

Zusätzlich wird durch die rollende Bewegung die Durchblutung massiv angregt, die verkürzte Muskulatur sanft gedehnt und der gesamte Zellstoffwechsel angekurbelt. Das Gewebe wird quasi wie ein Schwamm ausgedrückt und kann sich danach mit frischer Flüssigkeit und Nährstoffen vollsaugen.


Unser Tipp für den Feierabend:

Warte nicht, bis der Schmerz chronisch wird. Regelmäßige, kurze Pausen und eine gezielte Selbstmassage sind der schnellste, effektivste Ausgleich für lange Tage im Büro – und zwar genau an den Stellen, an denen du es am meisten brauchst.


Ein kurzer Ausblick auf Teil 3

Ein entspannter Rücken ist goldwert. Aber wusstest du, dass geschmeidige Faszien dir auch im Alltag und beim Sport handfeste Vorteile bringen? Im nächsten Teil unserer Serie erfährst du, warum eine verbesserte Flexibilität dir sogar zu spürbar mehr Kraft verhilft: „Alltags-Power – Wie Beweglichkeit dich schützt und stärker macht“.

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Was sind Faszien? Die verborgene Basis deiner Beweglichkeit
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